Mate

In vielen Ländern Südamerikas wird mindestens einmal täglich der Mate getrunken, das ist ein Tee der oft aus verschiedenen Kräuter gemixt wird. Allerdings sind die Kräuter nicht in einem Tee Beutel, sondern werden einfach so in einen Mate Becher gekippt. Getrunken wird dann durch einen kleinen “Stab” der in der Mitte ein Loch hat
Die Leute hier schwören darauf, dass der Tee eine sehr gesunde und belebende Wirkung hat

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Der Weg nach Lago Verde

Jo, einfach mal drauf los trampen in Richtung Süden, so könnte man den Plan den wir hatten ganz gut beschreiben 😀
Hat am Anfang eher so medium gut  funktioniert.  Wir warteten mindestens eine Stunde bis uns der erste mitgenommen hat.  Später sind wir dann mit dem Bus weitergefahren.  Und dann waren wir echt im Nichts. Kein Auto pro Stunde ist diese scheiß Straße langgefahren. 

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Naja zumindest der Ausblick war meistens ganz nett

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Irgendwann, als wir es dann schon fast aufgegeben hatten hat uns doch jemand bis zur nächsten Stadt (La Junta) mitgenommen. 
Dort haben wir dann noch was eingekauft und haben dann in der Nähe von einer Kreuzung gecampt

Am nächsten Morgen nochmal kurz das wichtigste eingekauft und dann wieder trampen
Es waren noch 70 km bis Lago Verde
Letztendlich hat uns dann der Bürgermeister von Lago Verde mitgenommen und uns noch bei sich zu Essen eingeladen.. was echt lecker war! 😀

Nach dem Essen meinte er dann, dass er uns eigentlich auch direkt zu Karl (der eine kleine Farm besitzt auf der wir die nächste Woche mithelfen sollten) fahren könnte.

Zu Karl: Er ist der Vater  von einer 5 köpfigen Familie
2 Jungs und ein Mädchen gehören dazu, alle drei im Alter von 6-9 und seine Frau ist Peruanerin

Freizeit

In der letzten Wochen war aber bei weitem nicht alles schlecht. Die Wochenenden waren immer geil und ich hab in Chaitén einige nette Backpacker und andere coole Leute kennengelernt. 
Naja und alles was man hier draußen anschaut sieht einfach malerisch aus

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Strand in Santa Barbara
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Salto de Puma (der Sprung des Tigers)

Unter den Leuten die ich kennengelernt hab sind zwei dabei die eine Art Restaurant in einem Bus haben: Lotta und Thommy.
Mit den beiden haben wir schon ein paar echt coole Sachen unternommen
Zum Beispiel ein bisschen grillen mit dem Metzger der Stadt:

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Unbeschreiblich leckeres Fleisch

Oder Kayak fahren mit Delfinen in der Nähe und einem perfekten Sonnenuntergang

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Besser geht’s kaum

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Das abgestürzte Flugzeug das fast direkt neben unserem Haus liegt

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An einem Wochenende war ich dann noch auf dem Vulkan Chaitén, der erst vor 7 Jahren ausgebrochen ist. Geniale Aussicht auf jeden Fall! 

Die letzten Arbeitstage waren dann auch einigermaßen entspannt und das Wetter war zum Glück meistens gut.
Ich hab auch schon gemerkt wie sich mein spanisch verbessert hat..
inzwischen versteh ich die meisten Leute einigermaßen nur sprechen selbst ist noch ein schwer

Der eigentliche Plan war ja für 2 Monate im Park zu arbeiten, aber das wär einfach zu lange gewesen.  Jetzt haben wir nach einem Monat aufgehört zu arbeiten

El trabajo (die Arbeit) im Parque Pumalin

Die Arbeit in den letzten 3 Wochen kann man am ehesten mit Gartenarbeit, nur in ganz groß, vergleichen.
Wir haben in der Zeit zum Beispiel einen Garten angepflanzt

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Wege zu Wasserfällen mit einer Machete und ner Motorsäge wieder begehbar gemacht, Rasen gemäht und sehr viel ‘landscape designing’ gemacht,  wie es uns anfangs ein Amerikaner erklärt hatte.

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Der Weg zu den Wasserfällen
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Ein 3000 Jahre alter Mammutbaum

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Insgesamt war die Arbeit selten hart aber oft langwierig und langweilig. Dazu haben vor allem die 9 Stunden pro Tag beigetragen..

Unsere zwei Arbeitskollegen (Sergio und Damian) können nur spanisch sprechen was die Zusammenarbeit ein bisschen schwieriger gemacht hat

Trotzdem war’s oft lustig mit den zwei. 

Unser Haus und die Mitbewohner

Die ersten Nächte war es mehr als kalt in der schlechtisolierten Hütte in der wir lebten. Es gab keine Heizung. Die einzige Wärmequelle war ein Holzofen auf dem man gleichzeitig kochen kann. Gas gab es nebenbei schon auch, ganz so antiindustriell war’s dann auch nicht 😀

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Unser Haus

Zu unseren Mitbewohnern: Sie waren anfangs stehts nett, redeten allerdings nicht allzu viel mit uns, bis das erste Wochenende kam..
denn dann gings los mit dem Trinken. Auf einmal luden sie uns ein doch was mit ihnen mitzutrinken… an dem Wochenende waren nur 2 Leute mit uns im Haus, Bier und Pisco wurde allerdings für mindestens 8 Leute vernichtet 😀
Das krasseste war, dass sie am nächsten Miorgen nicht schlechtgelaunt mit Kater aufgewacht sind, nein unser neugewonnener Freund hat uns um 9 mit gemachtem Essen geweckt. Die Flasche Pisco hatte er dabei auch in der Hand 😀

Jetzt im Nachhinein betrachtet war’s schon echt lustig

Lustig war auch unser Zimmer, denn es war eher ne 4×3 Meter Kammer. Grade so 2 Matrazen konnte man nebeneinander hinlegen, für viel mehr war dann leider nicht mehr Platz. Na gut die Rucksäcke in der Ecke gingen auch noch, aber kein Schrank und sonst nichts.
Wegen den Umständen waren wir auch ganz froh als uns dann gesagt wurde, dass das nur vorrübergehend ist und sir bald umziehen.

Abfahrt in den Parque Pumalim

Wir mussten schon um 6 aufstehen, damit wir den Bus erwischen konnten. War natürlich (fast) kein Problem für uns. Wir kamen genau 1 Minute vor Abfahrt am Busbahnhof an und schafften es noch gerade so in den Bus.
Die Fahrt dauerte 8 Stunden, wovon wir ca. 4 auf mehreren Schiffen verbrachten. Die Landschaft war ziemlich geil..

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Ausblick vom Schiff aus

Bei der Ankunft kamen wir uns vor als wären wir irgendwo im nirgendwo.. und genau das war es auch: Caleta Gonzalo
Die Planung hier im Park ist manchmal nicht huntertprozentig exakt, weswegen uns auch anfangs gesagt wurde, dass wir da erstmal bleiben sollten, was uns ziemlich schockte, weil es in dem Dorf 5 Häuser und 10 Menschen gab. Davon keiner in unserem Alter.
Naja nach 2 Stunden Warten kam es dann zu einer Planänderung und wir sollten in einen anderen Teil des Parkes kommen. Nämlich nach El Amarillo.

Puerto Varas

Tim und ich wollten einen Tag nach Puerto Varas fahren um uns dort mit Judith zu treffen, die aus Deutschland kommt und in einem Hostel arbeitet.
Die Stadt an sich ist total schön. Wir  hatten zwar auch etwas Glück mit dem Wetter aber dieser Ausblick ist mehr als Gold wert:

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Mit Judith beschlossen wir dann was trinken zu gehen und wie es der Zufall will gab es gerade ein kleines deutsches Oktoberfest in der Stadt.. wirkte total komisch, aber war aber extrem witzig. Wir lernten noch zwei Chilenen kennen, mit denen wir dann im Zelt getrunken haben.